In Bangladesh gibt es ca. 7 Millionen arbeitende Kinder. Viele von ihnen leben in den Slums der großen Städte wie Dhaka, Chittagong oder Khulna. In den Straßen der Großstädte sieht man oft schon 7-jährige als Transportkulis für unterschiedlichste Lasten. Andere arbeiten in Ziegeleien, als Steineklopfer auf Baustellen, an Marktständen oder als Müllsammler. Mädchen schuften häufig 24 Stunden am Tag als Haushaltshilfen bei wohlhabenden Familien, wo sie mitunter misshandelt oder sogar sexuell missbraucht werden. Oft sind die Arbeiten anstrengend und auch gefährlich.

Nach Angaben von Unicef arbeiten weltweit fast 250 Millionen Kinder zwischen 5 und 15 Jahren. 73 Millionen Kinder sind jünger als 10 Jahre. Die meisten arbeitenden Kinder gibt es in Asien. Dort arbeiten schätzungsweise 153 Millionen Kinder. Der größte Teil der Kinder arbeitet in der Landwirtschaft. Aufgrund der zunehmenden Armut auf dem Land und nur begrenzter Beschäftigungsmöglichkeiten wandern viele Familien in die Slums der großen Städte ab, in der Hoffnung, eine Arbeit und Einkommen zu finden, um das Überleben zu sichern. Häufig müssen dann auch die Kinder mitarbeiten und nicht selten sind sie sogar die Hauptverdiener in der Familie.

Viele der Kinder werden ausgebeutet und sind auf der Straße direkter Gewalt ausgesetzt. An einen Schulbesuch ist unter solchen Bedingungen nicht zu denken. Zwar hat die Regierung von Bangladesh viel in die Grundschulausbildung investiert, doch die Abbrecherquote ist hoch. Denn Kinder, die arbeiten müssen um zu überleben, haben für die Schule meist keine Kraft mehr.