Satzung des Vereins Shishu Neer – Verein zur Förderung von Straßenkindern in Bangladesh

 


  • 1 Name, Sitz, Eintragung, Geschäftsjahr

(1)   Der Verein trägt den Namen Shishu Neer – Verein zur Förderung von Straßenkindern in Bangladesh; er soll in das Vereinsregister beim Amtsgericht Stuttgart eingetragen werden. Nach der Eintragung führt er den Zusatz „e.V.“.

(2)   Er hat seinen Sitz in Stuttgart.

(3)   Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

  • 2 Vereinszweck

(1)   Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung (§§ 51ff) in der jeweils gültigen Fassung.

 

Zweck des Vereins ist die Förderung der Entwicklungshilfe und Entwicklungszusammenarbeit mit dem Ziel der Verbesserung der Lebensbedingungen, der Bildung und der Bildungschancen von mittellosen Kindern in Bangladesh.

 

(2)   Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch:

  • die Durchführung und Förderung von Programmen, Aktionen und Maßnahmen, die unmittelbar zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen und der Bildung von mittellosen Kindern in Bangladesh beitragen. Dazu gehört u.a. die Förderung und Unterstützung von Schulen, Ausbildungsstätten, Hilfseinrichtungen und anderen, dem Zwecke dienenden Institutionen und Initiativen.
  • den Aufbau und die Unterstützung von Schutzeinrichtungen für mittellose Kinder und Straßenkinder in Bangladesh.
  • Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit, sowie Menschenrechts- und Kampagnenarbeit sowohl in Deutschland als auch in Bangladesh.
  • die Förderung des interkulturellen Austausches zwischen Deutschland und Bangladesh mit dem Ziel, einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten sowie Anstöße für eine Kultur des Teilens und der Solidarität zu geben.

 

  • 3 Selbstlosigkeit

(1)   Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(2)   Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder des Vereins dürfen in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins erhalten.

(3)   Die Mitglieder dürfen bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins keine Anteile des Vereinsvermögens erhalten.

(4)   Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

  • 4 Mitgliedschaft

(1)   Mitglied des Vereins kann jede natürliche Person werden, die seine Ziele unterstützt.

(2)   Über den Antrag auf Aufnahme in den Verein entscheidet der Vorstand.

(3)   Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod.

(4)   Der Austritt eines Mitgliedes ist zum Ende des Kalenderjahres mit einer Frist von 3 Monaten möglich und erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand.

(5)   Wenn ein Mitglied gegen die Ziele und Interessen des Vereins schwer verstoßen hat, so kann es durch den Vorstand mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen werden. Dem Mitglied muss vor der Beschlussfassung Gelegenheit zur Rechtfertigung bzw. Stellungnahme gegeben werden. Gegen den Ausschließungsbeschluss kann innerhalb einer Frist von 2 Wochen nach Mitteilung des Ausschlusses Berufung eingelegt werden, über den die nächste Mitgliederversammlung entscheidet.

 

  • 5 Vereinsmittel

Die Mittel zur Erfüllung seiner Aufgaben erhält der Verein durch Mitgliedsbeiträge, deren Höhe in der Mitgliederversammlung festgelegt wird, und durch Zuwendungen. Zur Festlegung der Beitragshöhe und -fälligkeit ist eine einfache Mehrheit der in der Mitgliederversammlung anwesenden stimmberechtigten Vereinsmitglieder erforderlich.

 

  • 6 Organe des Vereins

Organe des Vereins sind

  1. a) der Vorstand und
  2. b) die Mitgliederversammlung.

 

  • 7 Der Vorstand

(1)   Der Vorstand setzt sich zusammen aus:

  1. dem/der Vorsitzenden, dem/der stellverstretenden Vorsitzenden und dem/der Schatzmeister/in und
  2. bis zu 4 Beisitzern/Beisitzerinnen

Der/die Vorsitzende, und der/die stellvertretende Vorsitzende vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich nach § 26 BGB. Jeder ist für sich allein vertretungsberechtigt.

(2)   Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von 2 Jahren gewählt. Die Wiederwahl der Vorstandsmitglieder ist möglich. Die jeweils amtierenden Vorstandsmitglieder bleiben nach Ablauf ihrer Amtszeit im Amt, bis Nachfolger gewählt sind.

(3)   Dem Vorstand obliegt die Führung der laufenden Geschäfte des Vereins. Er hat insbesondere folgende Aufgaben:

  • Erledigung der Geschäfte der laufenden Verwaltung
  • Verwaltung des Vereinsvermögens
  • Festsetzung des Haushaltsplanes und die satzungs- und haushaltsplan-entsprechende Verwendung der Mittel
  • Finanzmonitoring
  • Informations- und Öffentlichkeitsarbeit

Es obliegt dem Vorstand, weitere Verantwortlichkeiten zu verteilen.

Der Vorstand übt seine Tätigkeit ehrenamtlich aus. Der Vorstand kann für die Geschäfte der laufenden Verwaltung einen Geschäftsführer/eine Geschäftsführerin bestellen. Diese(r) ist berechtigt, an den Sitzungen des Vorstandes mit beratender Stimme teilzunehmen.

(4)   Der/die Vorsitzende beruft Sitzungen des Vorstands ein, so oft die Belange des Vereins dies erfordern. Die Einladung zu Vorstandssitzungen erfolgt schriftlich unter Einhaltung einer Einladungsfrist von mindestens 14 Tagen. Vorstandssitzungen sind beschlussfähig, wenn mindestens 2 der Vorstandsmitglieder anwesend sind, darunter der/die Vorsitzende oder der/die stellvertretende Vorsitzende.

(5)   Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit.

(6)   Beschlüsse des Vorstands können bei Eilbedürftigkeit auch schriftlich oder fernmündlich gefasst werden, wenn alle Vorstandsmitglieder ihre Zustimmung zu diesem Verfahren schriftlich oder fern-mündlich erklären. Schriftlich oder fernmündlich gefasste Vorstandsbeschlüsse sind schriftlich niederzulegen und von dem/der Vorsitzenden zu unterzeichnen.

 

  • 8 Mitgliederversammlung
    (1) Die Mitgliederversammlung ist mindestens einmal jährlich einzuberufen.

(2)   Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn es das Vereinsinteresse erfordert oder wenn die Einberufung von einem Viertel der Vereinsmitglieder schriftlich und unter Angabe des Zweckes und der Gründe verlangt wird.

(3)   Die Einberufung der Mitgliederversammlung erfolgt schriftlich durch die/den Vorsitzende(n) unter Wahrung einer Einladungsfrist von mindestens 4 Wochen bei gleichzeitiger Bekanntgabe der Tagesordnung.

(4)   Die Mitgliederversammlung als das oberste beschlussfassende Vereinsorgan ist grundsätzlich für alle Aufgaben zuständig, sofern bestimmte Aufgaben gemäß dieser Satzung nicht einem anderen Vereinsorgan übertragen wurden.

Ihr sind insbesondere die Jahresrechnung und der Jahresbericht zur Beschlussfassung über die Genehmigung und die Entlastung des Vorstandes schriftlich vorzulegen. Sie bestellt 2 Rechnungsprüfer, die weder dem Vorstand noch einem vom Vorstand berufenen Gremium angehören und auch nicht Angestellte des Vereins sein dürfen, um die Buchführung einschließlich Jahresabschluss zu prüfen und über das Ergebnis vor der Mitgliederversammlung zu berichten.

Die Mitgliederversammlung entscheidet z.B. auch über

  1. Gebührenbefreiungen
  2. Aufgaben des Vereins
  3. An- und Verkauf sowie Belastung von Grundbesitz
  4. Beteiligung an Gesellschaften
  5. Aufnahme von Darlehen
  6. Genehmigung aller Geschäftsordnungen für den Vereinsbereich
  7. Mitgliedsbeiträge
  8. Satzungsänderungen
  9. Auflösung des Vereins.

(5)   Jede satzungsmäßig einberufene Mitgliederversammlung wird als beschlussfähig anerkannt ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Vereinsmitglieder. Jedes Mitglied hat 1 Stimme.

(6)   Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.

 

  • 9 Satzungsänderung
    (1) Für Satzungsänderungen ist eine Mehrheit von zwei Dritteln der erschienenen Vereinsmitglieder erforderlich. Über Satzungsänderungen kann in der Mitgliederversammlung nur abgestimmt werden, wenn auf diesen Tagesordnungspunkt bereits in der Einladung zur Mitgliederversammlung hingewiesen wurde und der Einladung sowohl der bisherige als auch der vorgesehene neue Satzungstext beigefügt worden waren.

(2)   Satzungsänderungen, die von Aufsichts-, Gerichts- oder Finanzbehörden aus formalen Gründen verlangt werden, kann der Vorstand von sich aus vornehmen. Diese Satzungsänderungen müssen allen Vereinsmitgliedern alsbald schriftlich mitgeteilt werden.

 

  • 10 Beurkundung von Beschlüssen

Die in Vorstandssitzungen und in Mitgliederversammlungen gefassten Beschlüsse sind schriftlich niederzulegen und vom Vorstand zu unterzeichnen.

 

  • 11 Vertretung in Bangladesh

Der Vorstand ist berechtigt, in Bangladesh eine natürliche Person oder eine Organisation zu beauftragen, für den Verein Aufgaben wahrzunehmen. Die Aufgaben liegen im Bereich der Betreuung der Maßnahmen, Institutionen und Programmen, der Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, der Kommunikation mit anderen Akteuren der Entwicklungszusammenarbeit in Bangladesh und der Koordination von Besuchen aus Deutschland. Die Aufgaben müssen vom Vorstand des Vereins schriftlich erteilt werden.

 

  • 12 Auflösung des Vereins und Vermögensbindung

(1)   Für den Beschluss, den Verein aufzulösen, ist eine 3/4-Mehrheit der in der Mitgliederversammlung anwesenden Mitglieder erforderlich. Der Beschluss kann nur nach rechtzeitiger Ankündigung in der Einladung zur Mitgliederversammlung gefasst werden.

(2)   Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an

Brot für die Welt, Stafflenbergstraße 76, 70184 Stuttgart

mit der Verpflichtung, dieses zur Förderung von Selbsthilfeprojekten in Bangladesh zu verwenden.

 

  • 13 Inkrafttreten

Diese Satzung wurde von der Mitgliederversammlung am 09.09.2007 beschlossen und tritt unverzüglich nach der Eintragung in das Vereinsregister und nach Zustimmung des Finanzamtes in Kraft.